Naturschutzprojekt

Unesco-Gebiet Flensburger Förde: Die Zusammenarbeit hat begonnen

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Die Flensburger Förde ist eine etwa 50 Kilometer lange und bis zu 4 Kilometer breite Förde an der westlichen Ostsee. Sie bildet die deutsch-dänische Grenze und hat eine maximale Tiefe von rund 30 Metern.

Zwei Vertreter aus Sonderburg engagieren sich im neu gegründeten Ausschuss zur Prüfung der Flensburger Förde als Unesco-Biosphärenreservat. Ziel ist eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung des Gebiets.

Im neuen Ausschuss der Kommune Apenrade (Aabenraa), der die Möglichkeiten zur Ausweisung der Flensburger Förde als Unesco-Biosphärenreservat prüft, sind auch zwei Vertreter aus Sonderburg aktiv beteiligt. Vizebürgermeister Stephan Kleinschmidt (Schleswigsche Partei) sowie Daniel Staugaard (Venstre) als stellvertretender Vorsitzender des Natur-, Klima- und Umweltausschusses werden die Perspektive ihrer Kommune in die grenzüberschreitende Zusammenarbeit einbringen.

Eine koordinierte, grenzüberschreitende Herangehensweise soll den Schutz sowie die nachhaltige Entwicklung der Flensburger Förde fördern, die mit Sauerstoffmangel und schlechter Wasserqualität zu kämpfen hat.

Stephan Kleinschmidt sagt zu seiner neuen Aufgabe: „Die Herausforderungen mit schwerem Sauerstoffmangel und schlechter Wasserqualität sind in allen Kommunen und auf beiden Seiten der Grenze die gleichen. Wir müssen daher die grenzüberschreitende Perspektive im Blick behalten, wenn nun endlich Initiativen zum Schutz der Meeresnatur in die Wege geleitet werden. Dafür haben wir lange gearbeitet. Ich bringe mich gerne in die Arbeit des Ausschusses ein.“

Wir müssen die grenzüberschreitende Perspektive im Blick behalten, wenn nun endlich Initiativen zum Schutz der Meeresnatur in die Wege geleitet werden.

Stephan Kleinschmidt

Die aktive Mitwirkung von Kleinschmidt und Staugaard im Ausschuss soll dazu beitragen, die Voraussetzungen für eine mögliche Anerkennung als Unesco-Biosphärenreservat zu schaffen und eine langfristige grenzüberschreitende Kooperationsstruktur zu etablieren.

Die Zusammenarbeit über die dänisch-deutsche Grenze hinweg ist ein zentrales Element der geplanten Maßnahmen. Das nächste Treffen des Ausschusses ist für den 28. April auf Gut Sandberg (Sandbjerg Gods) angesetzt.

Die Mitglieder des Ausschusses

Vorsitzender Theis Kylling Hommeltoft (Sozialdemokratie), Rasmus Andresen (Venstre) und Kjeld Hansen (Konservative) aus dem Stadtrat Apenrade. Externe Mitglieder sind Mads Wolff, Unesco Danmark, Lorens Nielsen, Danmarks Naturfredningsforening, Dirk Jürgensen, LHN Tingleff, Stephan Kleinschmidt, Daniel Staugaard, Kirsten O. Lundvang, Direktorin Destination Sønderjylland und Christian Dirschauer, Mitglied des Kieler Landtags (SSW).

Daniel Staugaard (Venstre) ist Stadtratspolitiker der Kommune Sonderburg und lebt in Ekensund (Egernsund).