Kultur

In Berlin: Frelle Petersens Film feiert Weltpremiere

Veröffentlicht
Frelle Petersen (2. v. r.) mit einigen seiner Darstellenden im Film „Resten af livet“, der in Tondern gedreht wurde (Archivfoto)

Am Freitag feierte der neue Film „Hjem kære Hjem“ des nordschleswigschen Erfolgsregisseurs und Drehbuchautors seine Premiere auf der Berlinale, einem der renommiertesten internationalen Filmfestivals. Der Film erzählt die Geschichte der jungen, alleinerziehenden Sofie, die als Altenpflegerin und Mutter ihren Alltag meistert. Der Trailer gibt einen Vorgeschmack.

Lob und Kritik aus dem Kollegenkreis, Liebe und arge Beschimpfungen von den Menschen, die sie als Altenpflegerin besucht. Das sind die Momente, die die junge Sofie in dem neuesten Film des nordschleswigschen Erfolgsregisseurs Frelle Petersen erlebt.

Am Freitag feierte die neue Produktion „Hjem kære Hjem“ – gedreht wurde wieder in Tondern und Umgebung –, zunächst Premiere auf der Berlinale, bevor sie am 19. Juni in die Kinos kommt. Die Berlinale ist eines der renommiertesten internationalen Filmfestivals.

Die 32-jährige Sofie verkörpert die aus Lügumkloster (Løgumkloster) gebürtige Jette Søndergaard. Sie spielte bereits in früheren Filmen Petersens eine Hauptrolle. In „Hjem kære Hjem“ ist sie Altenpflegerin und neu im Beruf, Mutter einer zehnjährigen Tochter und geschieden.

Jette Søndergaard (r.) spielt die Hauptrolle als Sofie. Karen Tygesen, eine Seniorin, die Besuch von der Heimhilfe bekommt, steht auch vor der Kamera. Sie ist im wirklichen Leben Jette Søndergaards Großmutter.

In „Hjem kære hjem“ wird dem Publikum der Alltag in der dänischen Altenpflege vorgestellt, aber auch der ständige Zwiespalt der berufstätigen Mutter Sofie, ob sie ihrem Kind gerecht wird.

Ole Caspersen wieder dabei

Die meisten Darstellenden sind keine Berufsschauspielerinnen und -schauspieler, sondern Amateure mit Schauspielpotenzial, von denen einige auch bei früheren Petersen-Produktionen vor der Kamera gestanden haben. Unter anderem der frühere Tierarzt Ole Caspersen aus Lü-gumkloster (Løgumkloster).

Wie in früheren Petersen-Produktionen ist Sønderjysk die Filmsprache. „Hjem kære Hjem“ ist der letzte Film der nordschleswigschen Petersen-Trilogie, die alltägliche Themen in einem etwas düsteren Licht und sehr viel Ruhe wiedergibt.